über mich
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wie ich arbeite & was mich prägt

was mich bewegt…

Die Welt fliegt uns um die Ohren

– sozial, politisch, emotional. Viele Menschen reagieren mit Rückzug, Abwehr oder Polarisierung.

Was fehlt uns, um anders mit dem umzugehen, was gerade passiert?

Was braucht es, damit wir anders reagieren können?

Ich glaube: Wir brauchen Momente und Gelegenheiten, Räume in denen wir in Kontakt kommen – mit uns selbst, mit anderen und mit den Bedingungen, die unser Handeln prägen.

  • Wo wir uns berühren lassen – von Schmerz, Verwirrung, Sehnsucht.

  • Wo wir erkennend und erkenntnissuchend neue Wege und Perspektiven zulassen.

  • Wo etwas Neues gefunden und ausprobiert werden kann.

Beziehungsarbeit, Nachdenkräume und Kreativität sind kein Luxus, sondern essenzielle Kompetenzen in diesen Zeiten.

ich bin…

Ich bin eine nichtbinäre Wanderer*in, Träumer*in, Denker*in, Liebende.

Lernende. Und Verlernende.

Weiß positioniert, queer, weiblich sozialisiert und nonbinär, mit einem Hauptschulabschluss und einem Kunstdiplom.

Ich lebe mit vielen unsichtbaren Behinderungen.

Manche davon scheinen mir zu gehören.

Manche scheinen dir zu gehören.

Manche scheinen zwischen uns zu sein.

Sie sind meine Lehrerinnen.

Du bist meine Lehrerinnen.

Ich bin meine Lehrer*innen.

Mano Krach
Born August 1980, GDR

  • Von der frühen Diagnose „schwer erziehbar“ über den Hauptschulabschluß zur Sozialhilfe - zur Kunsthochschule – zu vielen Jahren chronischer „Krankheit“ und von dort bis hierher.

    In alledem suche ich meinen eigenen Weg – oft ohne zu wissen, wohin er mich führen wird, ohne Gewissheit, dass er „legitim“ ist oder willkommen sein wird.

    In großen Kreisen zu laufen und Nebenwege zu nehmen, wurde zu meinem Weg – nicht aus freier Entscheidung, sondern weil es an vielen Orten selten Raum für mich gab, ich selbst zu sein.

    Ich weide auf allen umliegenden Wiesen, grabe unter der Oberfläche, folge Spuren, die andere nicht sehen. Dort entwickelt sich eine Perspektive für das, was im Zentrum oft unsichtbar bleibt – für verborgene Muster, unausgesprochene Regeln, für das, was unter der Oberfläche wirkt.

    In großen Kreisen laufen und Nebenstraßen nehmen

    Dort habe ich gelernt, anders zu sehen, anders zu hören.

    Diese Perspektive ist eine Stärke. Ich schöpfe daraus.

    In den letzten Jahren habe ich mich intensiv mit Ansätzen beschäftigt, die im westlichen Diskurs oft abgewertet werden:

    Dekolonisierend- befreiende - Perspektiven auf Wissen, auf Heilung

    Entstigmatisierung von “psychischen Erkrankungen”

    Achtsamer werden - Dialog, Zuhören, - Langsamer werden

  • Mehr als 20 Jahren war ich aktiv in selbstorganisierten politischen und sozialen Räumen.

    In diesen Räumen habe ich viel gelernt über Gruppendynamiken, Machtstrukturen und darüber, wie unsere Erfahrungen von Trauma und Gewalt sich auf unsere Beziehungen und Konfliktverhalten auswirken.

    Mir fallen Muster auf: Gruppen versprechen sich Freiheit, Konsens, Gleichheit – doch darunter existieren versteckte Hierarchien und unbewusste Verhaltensmuster. Dominante Stimmen übertönen stille. Schnelle Reaktionen ersetzen tiefes Nachdenken. Kritische oder neurodivergente Perspektiven werden oft als Störung empfunden, statt als Bereicherung.

    Gleichzeitig erlebe ich die Spaltung: Das Politische wird vom Psychischen getrennt. Emotionale oder psychosoziale Bedürfnisse gelten als "gehört nicht hierher – geh zum/r Therapeut*in". Aber diese Trennung ist künstlich. Wir bringen unsere Verletzungen, unser Trauma, unsere Verhaltensmuster mit in politische Räume. Wenn das kein Thema werden kann – worüber sprechen wir dann?

    Ich glaube, wir erleben auch eine Krise der Imagination – einen Verlust an Vorstellungskraft für andere Wege, andere Beziehungen. Und genau hier setze ich an.

  • Keine Expert-*innen von schräg oben, sondern Unterstützung. Begleiter_in. Werkzeugkoffer.

    Wissen zugänglich machen. Räume schaffen, in denen Menschen sich verbinden, lernen und wachsen können.

    Räume schaffen und das Politische mit dem Psychologischen, das Individuelle mit dem Kollektiven, das Innere mit dem Äußeren miteinander verweben.

ich glaube…

….eine andere Welt ist möglich.

Eine Welt, die für alle funktioniert.

Ich erkenne auch: eine Welt stirbt. Eine Welt, die wir teilen. Eine Welt, die wir brauchen.

Und eine Welt, die aktuell nur für wenige funktioniert.

"Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sie ist auf dem Weg.
An einem stillen Tag kann ich ihren Atem hören."


— Arundhati Roy

Ich frage mich, ob du ihren Atem auch manchmal hören kannst?

was mich nährt…

Um den Wahnsinn und den Schmerz dieser Welt aus zu halten, muss ich super regelmässig auf eine Wiese, unter einen Baum oder in ein kaltes Wasser.

Immer, und immer wieder. In das kalte Wasser eines Sees eintauchen. Ich nenne sie Fräulein Wasser.

Winter. Sommer. Winter.

Ich liebe es, ihrem Atmen zuzuhören.

Ich muss. ihr zuhören.

Durch sie, neben ihr, fühle ich sie, lebendig, atmend.

Und jede Wildwiese ist für mich ein Gedicht in dem ich endlos verweilen kann.

mein sehnlichster wunsch…

Die Hoffnung und einander nicht aufgeben.

Für eine Erde und eine Welt, die für alle ist. Nicht nur für wenige.

Denn,

wo enden wir, andernfalls ?

Denn, wo sind wir längst schon angekommen…?

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