im wald haus 1

2024 
Video / 3 Kanäle / 45 min
kein O-ton

Drei Menschen. Drei Portraits. Drei Filmspuren.

Die Zeit vergeht.

Sie scheinen alleine mit sich zu sein.

Die Zeit vergeht.

Wir können sie dabei beobachten.

Wie die Zeit vergeht. Wie sie dabei mit sich alleine sind.

Oder teilen sie doch einen Raum?

Mal eine ähnliche Geste. Zu einer öhnlichen Zeit. Taucht auf. Sinkt ab.

Lauschend. Den Blick zur Nachbarin wenden. Dann zerfällt wieder alles.

Und wir,

in ihren nachdenklichen Falten,

verweilend. Mit unseren Blicken.

Während sie nach innen schauen.

Für diese Arbeit bat ich Menschen, sich folgender Situation zu stellen:

Ein dunkler Raum, drumherum Stille. Sitzend auf einem Stuhl.

Frontal eine Kamera auf Stativ. Links ein Monitor der das Kamerabild überträgt. Rechts ein helles Licht.

Auf einem kleinen Tisch lagen Lippenstift und schwarzes Klebeband.

30 bis 45 Minuten waren sie dieser Situation ausgesetzt. Ich verließ für diese Zeit den Raum.

im wald haus 1

3 Kanal Video Installation

/ Ton / 40min

im wald haus 02

Video 20 min / kein O-ton

Ahmet Demir und Mano Krach

2024

im wald haus 3

Video 32min / no sound

Katjouscha

2024

Ein dunkler Raum. Katjouscha. Alleine mit einer 10 Meter langen Papierbahne. Die Zeit vergeht.

im wald haus 4

Ein Quadrat aus Schultafelfarbe davor zwei Menschen mit einem Stück weißer Kreide in der Hand..

Die beiden wechseln sich ab:

eine nennt ein Wort das ihr kommt…

Zum Beispiel "Höhepunkt", beide zeichnen.

Eine sagt vielleicht "Zweifel",

beide zeichnen.

So entsteht etwas mit der Zeit. Wenig Hast. Éin Wort das kommt. Dem Striche und Kreisbewegungen folgen. Pausieren. Ein Wort das kommt. Und so fort.

In der vorliegenden Arbeit Cell sehen wir eine Gestalt die sich streckt und schüttelt, kauert und springt, umarmt und darnieder liegt.

Eine Gestalt die sich immer wieder wandelt.

Sie befindet sich in einer weißen Box.

Diese dreht sich fortwährend um sich selbst.

Cell

In Cell, we witness a living presence

—stretching, shaking, crouching, jumping, embracing, sinking down.

A presence that keeps transforming.

Contained in a white box.

This box spins, forever, around itself.

In Cell, we witness a presence

—stretching, shaking, crouching, jumping, embracing, sinking down.

A presence that keeps transforming.

Contained in a white box.

This box spins, forever, around itself.

In der vorliegenden Arbeit Cell sehen wir eine Gestalt die sich streckt und schüttelt, kauert und springt, umarmt und darnieder liegt.

Eine Gestalt die sich immer wieder wandelt.

Sie befindet sich in einer weißen Box.

Diese dreht sich fortwährend um sich selbst.

cell

Video Raum Installation

Video / 18min / 1 Kanal / kein O-ton

Loop

Performance: Josephine Brinkmann

Set, Kamera, Schnitt: Mano Krach

2018 (waldhaus 2014)

Fragmente aus dem wald haus

  • 1 Raum: 50 qm

    1 Person sitzt an einer Wand, in einem engen Kreis aus:

    Frontal eine Kamera.

    Rechts: ein helles Licht

    Links: Monitor mit dem Live-Bild der Kamera

    Auf einem Tisch ein Lippenstift und schwarzes Klebeband. Ansonsten Stille und Dunkelheit im Raum ausserhalb des Sitzkegels.

    Ich habe für die Zeit den Raum verlassen

  • 1 Raum: 25qm in Dreiecksform, Raumecke, schwarze Wände

    1 Bahne Papier, ca 10 Meter lang

    1 LED Spot beleuchtet die Szene frontal

    ansonsten Dunkelheit drumherum

    Kamera auf einem Stativ nimmt die Szene auf

    Zeitrahmen: 30 Minuten

    Ich habe für den Zeitraum den Raum verlassen

  • 1 Quadrat, beschreibbar mit Kreide

    2 Personen, weiße Kreide

    Abwechselnd sagt Eine ein Wort das ihr in

    den Kopf kommt.

    Daraufhin zeichnen beide an die Tafel.

Raumintervention zwischen Performance, sozialer Praxis und postdokumentarischer Reflexion

2014 hatte ich Zugang zu einem verfallenden, leerstehenden Haus im Wald. Sechs Wochen nutzte ich es als Ort für performative Experimente. Ich lud Menschen aus meinem Umfeld ein, daran teilzuhaben.

Wir trafen uns immer zu zweit. Wir verbrachten jeweils zwei bis drei Tage dort. Mit viel Raum, uns und einer guten Portion unverplanter Zeit.

Drei Settings wurden von mir im Voraus entwickelt und vorbereitet.

Andere Szenen und Experimente entstanden im Moment der Begegnung.

Das entstandene Material ist formal roh, fragmentarisch – Ausdruck der experimentellen Bedingungen und bewussten Unabgeschlossenheit.

Zehn Jahre später wurde das Archiv neu gesichtet und finale Arbeiten erstellt.

Zurück
Zurück

Ich sehe mich dich sehen

Weiter
Weiter

Texte